(Zeichnung: Robert Crumb)

 BANHOLZER, HEIZMANN, HOMBURGER

- EINGEBORENENMUSIK VOM WESTLICHEN BODENSEE -

Thomas Banholzer: Jug, Trompete, Stimme, Perkussion

Norbert Heizmann: Stimme, Ukulele, Nasenflöte

Notker Homburger: Stimme, Gitarre, Kazoo

 Thomas BANHOLZER, Norbert HEIZMANN und Notker HOMBURGER

ergründen seit 2004 die eigenwillige und grenzüberschreitende

EINGEBORENENMUSIK VOM WESTLICHEN BODENSEE.

 

Dabei spielen und singen sie Altes und Neues, Traditionelles und Eigenes mit Texten „wie die Schnorre gwaxe isch“.

 

Im 19. Jahrhundert ist der Region Westlicher Bodensee die traditionelle Volksmusik abhanden gekommen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und müssten an anderer Stelle einmal näher beleuchtet werden. Im Wesentlichen wurde die traditionelle Musik am Westlichen Bodensee durch organisierten Chorgesang und organisierte Blasmusik ersetzt.

 

BANHOLZER, HEIZMANN, HOMBURGER (früher auch als „NORBERT HEIZMANN & NOTTY'S JUG SERENADERS“) spüren den wenigen vorhandenen Spuren ins 19. Jahrhundert (und auch weiter zurück) nach. Und da „traditionsgemäß“ Traditionelles kaum noch zu finden ist, er-finden sie, was nicht mehr vorzufinden ist.

Bei ihrer EINGEBORENENMUSIK VOM WESTLICHEN BODENSEE steht der Spaß, mit vorhandenem und neuem Material zu spielen im Vordergrund – nicht so sehr historische Genauigkeit.

 

Musikalisch bewegen sie sich zwischen Folk, Blues und Jazz mit teils sehr exotischer Instrumentierung und es ist durchaus auch einmal der ein oder andere Jodel zu hören.

 

Dazu erhält man saumäßig profunde Antworten auf die Fragen nach den letzten, also nach den allerletzten Dingen, im Spannungsfeld zwischen Philosophie und Phydläsophie aus der Feder des Herrn Norbert Heizmann. 

 

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Michael Lünstroth über ein Konzert von

BANHOLZER, HEIZMANN, HOMBURGER

(seinerzeit noch als „Norbert Heizmann & Notty's Jug Serenaders“)

(Südkurier, 23.11.2009)

 

SIE VERTONEN DAS KONSTANZER LEBENSGEFÜHL

Zwischen Folk und Volksmusik:

Norbert Heizmann & Notty's Jug Serenaders spielen im Pfohl ein großes Konzert

 

Die Volksmusik hat in Deutschland ein Imageproblem. Das liegt vor allem an dem verzerrten Bild, das das Fernsehen von Volksmusik bietet. Wer Volksmusik mit Stefan Mross, Tony Marschall und Florian Silbereisen verbindet, der kann auf keinen guten Gedanken in dieser Angelegenheit kommen. Das ist ziemlich bedauerlich, weil Volksmusik eben nicht nur Um-ta-ta-ta und sinnfreie Texte bedeutet, sondern durchaus anspruchsvoll und ambitioniert daherkommen kann. Im englischsprachigen Raum nennt sich sowas dann Folk und auch in Deutschland gibt es Bands, die mit einer Mischung aus Folk und Volksmusik erfolgreich sind. Oft sind es Kombos, die regional stark verwurzelt sind und auch im Dialekt singen. Tatsächlich hat in diesem Segment auch Konstanz etwas zu bieten – und das schon eine ganze Weile: seit inzwischen 25 Jahren gibt es Notty's Jug Serenaders, und kaum eine andere Band vertont das Konstanzer Lebensgefühl so authentisch wie die drei Herren Notker Homburger, Andi Reinhard und Thomas Banholzer. Seit einigen Jahren arbeiten sie auch enger mit Norbert Heizmann zusammen, den viele Konstanzer vor allem aus der Fasnacht kennen.

Wie fruchtbar und anregend diese Zusammenarbeit ist, konnte man am vergangenen Wochenende bei zwei ausverkauften Konzerten, nein Unterhaltungsabenden, im Pfohlkeller beobachten. Eingeborenenmusik vom westlichen Bodensee sollte es geben – und so kam es dann auch. In den Texten gab es viel Lokalkolorit, so in Notker Homburgers Hommage an die Tulengasse in der Niederburg oder in der wunderbaren Vertonung des Konstanzer Maultaschenfalls, ein Song, der den hübschen Namen „Maultaschenklauenseuche“ trägt. „Wir sind die Konstanzer Antwort auf den Buena Vista Social Club“, sagte Norbert Heizmann zu Beginn des Abends. Folk, Jazz und Blues wechselten sich ab – die Konstante des Abends war der absolut unverwechselbare Klang des Quartetts. Mit Gitarre, Saxophon, Nasenflöte, Kazoo und den Jugs – speziell angefertigten Tonkrügen, die dem ganzen den nötigen schrägen Sound verpassen – stehen die vier Herren auf der Bühne. Dass sie Spaß haben, sieht man ihnen in jedem Moment an. Dass sie dem Publikum Spass bringen, das merkt man an der Stimmung, die von Minute zu Minute heißer wird.

Fast scheint es so, als seien die Musiker selbst überrascht von der Begeisterung: Norbert Heizmann nimmt immer mal wieder seine Lesebrille ab, um genauer ins Publikum zu schauen. Überhaupt Heizmann: Er ist an diesem Abend ein guter Moderator. Seine unaufgeregt-lakonische Art passt bestens zur Musik. Selbstironisch nimmt er im „Hundele-Lied“ den Konstanzer Dialekt aufs Korn, die großen Philosophen Kant und Platon holt er auf den Konstanzer Boden und scheut sich auch nicht vor politischem Witz als er sich beispielsweise darüber wundert, weshalb die Deutschen immer so gerne die Hände zum Himmel heben. Heizmann beherrscht die Sprache des Unausgesprochenen – er weiß, wann er Dinge auch mal nicht beim Namen nennen muss.

An seiner Seite weiß Heizmann an diesem Abend zudem unglaublich gute Musiker, die Freude am etwas Schrägen haben. Ihre Musik fordert Herz und Hirn gleichermaßen heraus – das schaffen nicht allzu viele Bands.

Nach fast drei Stunden endet ein großer Abend im Pfohlkeller mit stürmischem Beifall. Vollkommen zu Recht.

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IN AKTION:

 

TRAILER ZU "DIE RÜCKKEHR DES ILBENTRITSCH"

Theater Konstanz (2017 und 2018)

https://www.youtube.com/watch?v=2pa07jvwd4Q

 

 

TRAILER ZU "BODENFEE UND WELLENZWERG"

Theater Konstanz (2014 und 2015) 

 

www.youtube.com/watch?v=LGmm11pufsE

 

 

 

 

 

AUS EINER STUBETE MIT HEIZMANN & HOMBURGER

 

Weinstube in der Niederburg, Konstanz (2012)

 

 

https://vimeo.com/59359831

 

 

 

 

 

TRAILER ZU "DER GERUCH VOM BODENSEE"

 

Theater Konstanz (2013)

 

 

www.youtube.com/watch?v=yrV98qwADTs